Mitten im Ort - mitten im Gespräch

Mitten im Ort - mitten im Gespräch

NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN:

 

ENERGIEEFFIZIENZ IM ALTBAU

07.11.2017, 19:00 Uhr, Wandelhalle Bad Bocklet

Das erwartet Sie...:

Wer denkt, Energieeffizienz und Altbauten passen nicht zusammen, ist herzlich eingeladen, sich bei der Vortragsreihe „Mitten im Ort – mitten im Gespräch“ vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Architekt und Energieberater Pius Weis zeigt auf, wie ältere Gebäude im Ortskern energetisch auf Vordermann gebracht werden können. Tipps gibt es unter anderem zur Dämmung an Wand, Decke und Dach sowie zur Bauteilerneuerung von Fenstern und Türen. Weis geht auch darauf ein, wie man Heizungsanlagen optimiert und welche erneuerbaren Heiztechniken in Betracht gezogen werden können. Nicht zuletzt erfahren Sie, welche wichtige Rolle das richtige Lüften in punkto Energieeffizienz spielt. Der Vortrag informiert auch über Fördermöglichkeiten, die Sie bei der energetischen Sanierung Ihres Altbaus finanziell unterstützen.
 

WORKSHOP "FARBEN IM DORF"

14.11.2017, 19:00 Uhr, Schreiner'sch Haus, Wasserlosener Str. 6, 977725 Machtilshausen

Das erwartet Sie...:

Das Anliegen des Workshops ist es, alle interessierten BürgerInnen, Bauherren und Unternehmen auf das sensible Thema »Farbgebung« einzustimmen. Dabei wird der Referent Roland Aull verdeutlichen, dass für gute Farbentscheidungen und überzeugende Gesamtergebnisse auch die Beachtung Regionaler Farbstrukturen eine große Bedeutung hat. Orientieren sich architektonische Farben, Materialien und Oberflächen an der Umgebung, erscheint das Dorf als Teil der Kulturlandschaft. Bei Bestandssanierungen und Neubauten geschieht es immer wieder, dass eine beabsichtigte oder unbeabsichtigte Nichtbeachtung der gewachsenen Architektur- und Farbstrukturen dazu führt, dass Sanierungs- und Bauobjekte als Fremdkörper wahrgenommen werden. Dass sich ein wohlwollendes Wertschätzen traditioneller Gestaltung und das mutige Entwerfen moderner Architektur  jedoch trotzdem keinesfalls ausschließen, zeigt Ihnen Roland Aull beim Workshop am 14.11.2017 in Machtilshausen.

 

NACHBERICHTE:

09.05.2017: "Wie verkaufe ich meine Immobilie?"

Tipps und Tricks für Eigentümer zum Verkauf von Bestandsimmobilien

 

Die Veranstaltung gab Interessierten in der Georgi-Kurhalle in Bad Brückenau Hilfestellung beim Hausverkauf. Am 08.11.2016 gastierte die Vortragsreihe "Mitten im Ort - mitten im Gespräch" mit dem gleichen Vortrag in Bad Kissingen. Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie daher weiter unter auf der Seite.

 

 

04.04.2017: "Junges Leben in alten Mauern"

Vortragsreihe "Mitten im Ort - mitten im Gespräch" machte Lust aufs Land

 

Hektik, Lärm, Stau - Alltag in der Großstadt, aber nicht gerade die Idealvorstellung eines entspannten Familienlebens. Trotzdem zieht es immer mehr junge Menschen vom ländlichen Raum in die Metropolen. Landflucht ist nur ein Faktor, der unsere Dörfer bedroht. Flächenverbrauch und demografische Entwicklung geben ihr Übriges, dass die Zukunft auf dem Land nicht gerade rosig ausschaut. Dabei bietet das Dorfleben Vorteile, die gerade für Familien äußerst attraktiv sind. 

Davon konnten sich die Besucher der Votragsreihe „Mitten im Ort – mitten im Gespräch“  am Dienstag, 04.04.2017 im Schützenhaus in Elfershausen überzeugen. Referentin Christine Bender, Geschäftsführerin des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege, machte ordentlich Lust aufs Land! Das Potenzial für ein Leben auf dem Land haben unsere Dorfkerne bereits: leerstehende Wohngebäude und Hofstellen warten nur darauf, wieder bewohnt zu werden. Wie sich diese  zu "Oasen im Ortskern" verwandeln lassen, verriet die Expertin anhand guter Beispiele. Ein Hofbaum, eine Kletterrose, die richtige Farbwahl der Balkonbepflanzung - manchmal sind es nur kleine Maßnahmen, die große Wirkung erzeugen. Und so ging Bender auf die Gestaltung von Hoftoren, Vorgärten und Haustüren ein. Außerdem gab Sie den Besuchern wertvolle Tipps, wo sie sich Unterstützung und Beratung holen können.

Foto_Elfershausen_1

Auf dem Grundstück in Elfershausen leben vier Generationen zusammen. Daneben wird auch Landwirtschaft betrieben und ein Hofladen für die Direktvermarktung findet Platz. Auf dem Bild: Christian und Claudia Reusch mit den Kindern Emely, Maja und Ina. (Foto: Markus Stockmann).

 

14.03.2017: "Neue Energie für alte Bauten"

Tipps zur energetischen Sanierung im Bestand

Wer denkt, Energieeffizienz und Altbauten passen nicht zusammen, konnte sich bei der Vortragsreihe „Mitten im Ort – mitten im Gespräch“ vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Rund 50 interessierte Zuhörer waren der Einladung des Projektmanagements "Mitten im Ort" am 14.03.2017 in den Gasthof Remling in Diebach gefolgt. Sie ließen sich von Architekt und Energieberater Pius Weis darüber informieren, wie ältere Gebäude im Ortskern energetisch auf Vordermann gebracht werden können.

Tipps gab es unter anderem zur Dämmung an Wand, Decke und Dach sowie zur Bauteilerneuerung von Fenstern und Türen. Weis ging auch darauf ein, wie man Heizungsanlagen optimiert und welche erneuerbaren Heiztechniken in Betracht gezogen werden können. Einen Ausblick gab es auch zur Rolle des richtigen Lüftens in punkto Energieeffizienz. Zu guter letzt bot der Experte den Zuhörern eine Zusammenfassung wesentlicher Fördermöglichkeiten, die bei der Sanierung unterstützen.  

                                            

Dächer: Wärmeverluste sind vermeidbar (Foto: Pius Weis)

08.11.2016: "Wie verkaufe ich meine Immobilie?"

Tipps und Tricks zum Hausverkauf im Bestand

 

In Zeiten des demografischen Wandels geht die Gleichung „eigene Immobilie = beste Sicherung im Alter“ im ländlichen Raum kaum mehr auf. Im Gegenteil. Steht ein Wohnhaus ungenutzt leer, verliert es mit der Zeit immer mehr an Wert.

Warum es sich daher lohnt, leerstehende Gebäude zu verkaufen, brachte Dieter Bausewein den Besuchern der Vortragsreihe "Mitten im Ort - mitten im Gespräch" am 08.11.2016 näher. Der Leiter des Immobiliencentrums der Sparkasse Bad Kissingen ermutigte vor allem Eigentümer von Leerständen jedoch nicht nur zum Verkauf, sondern bot auch aktive Unterstützung. So gab es an dem Abend jede Menge Tipps und Tricks, wie sich die Verkaufschancen für Bestandsimmobilien erhöhen lassen.

Abgedeckt wurde alles, worauf es beim Hausverkauf ankommt. Grundlage ist zunächst, den Wert der eigenen Immobilie möglichst emotionslos zu ermitteln. Was ein Haus wert ist, hängt beispielsweise davon ab, wie alt es ist und wo es steht. Ist der Wert bestimmt, kann der Verkauf angepackt werden. Selbstbewusst aufzutreten und sich in die Rolle des Käufers zu versetzen seien dabei das A und O, so Bausewein. Die Position "Ich will ein Haus kaufen" einzunehmen betonte er als Kernaufgabe eines jeden Verkäufers. Bedenken müsse man aber auch, dass es verschiedene Typen von Käufern gibt. Vom finanziell autarken Käufer, der ohne Probleme auch neu bauen könnte über den Baumarktprofi, der gerne am Haus werkelt bis zum Zufallskäufer ist alles dabei.

Überlegen sollte man auch, wann im Kalenderjahr das Haus zum Verkauf angeboten wird. So gäbe es stärkere und schwächere Monate. Ein Tipp für die jetzige Saison: bis nach Weihnachten warten, denn am Festtagstisch sitzt die Familie zusammen, stellt Weichen für das neue Jahr. Der Januar ist als laut Bausewein ein starker Verkaufsmonat.

Neben dem "Wann" ist das "Wie" entscheidend. Denn die richtige Präsentation des Objekts könne Wunder bewirken, angefangen beim gelungenen Werbeauftritt bis zur Darstellung bei der Vor-Ort-Besichtigung. Ein gepflegtes und aufgeräumtes Objekt ist dabei die Pflicht. Und was ist mit Omas alten Möbeln? Bloß nicht ausräumen, rät der Experte. Ein (nicht überfrachtet) möblierter Raum wirkt immer größer und vor allem belebt. Schließlich entscheidet beim Hauskauf nicht selten das Bauchgefühl. Letzteres sei vor allem bei Frauen ausschlaggebend, ergänzte Bausewein schmunzelnd. Gerade „Omas Erbhäuschen“ habe doch einen besonderen Charakter und ein gewisses Flair, was es zu betonen gilt. Auch die naturnahen Baustoffe, die meist kleinen und pflegeleichten Grundstücke sowie die kurzen Wege im Ort seien schlagkräftige Verkaufsargumente. So lieferte Dieter Bausewein den interessierten Zuhörern einen Rundumschlag zum Hausverkauf, weshalb am Ende seiner ausführlichen Präsentation kaum Fragen offen blieben. "Da war ein Experte am Werk", kommentierte ein Besucher den informativen Vortragsabend.

 

Mitten im Ort 08.11.2016_Bausewein

 

 

11.04.2016: Leerstand lohnt sich nicht

Ein Professor und ein Bürgermeister berichteten aus Wissenschaft und Praxis

 

„Eine erfolgreiche Kommunalpolitik zeichnet sich durch die Ausweisung neuer Baugebiete aus.“ Diese lange Zeit vertretene These gehört laut Prof. Karl Ziegler, TU Kaiserslautern, der Vergangenheit an. Schließlich ist es statistisch bewiesen, dass der ländliche Raum unvermeidbar an Bevölkerung verlieren wird. So kommt es nicht selten vor, dass Baugebiete am Ortsrand zu „Geisterneubaugebieten“ mutieren oder, wie es Prof. Ziegler auch nennt, zu „beleuchteten Äckern“. Mit immensen (finanziellen) Folgen für die Gemeinde! Da macht es laut dem Experten im Bereich Städtebau und ländliche Ortsplanung viel mehr Sinn, auf Innenentwicklung zu setzen.

Welche Vorteile die Konzentration auf den Ortskern hat, zeigte er den Besuchern der Vortragsreihe „Mitten im Ort – mitten im Gespräch“ am 11.04.2016 in Rannungen auf. Aus der Innenentwicklung kann in vielerlei Hinsicht Profit gezogen werden: ökonomisch, sozial, städtebaulich. „Während sich Neubaugebiete durch eine gewisse Austauschbarkeit auszeichnen, ist der Ortskern die Identität einer Gemeinde: daran erkennt man den Ort“, so Ziegler. Ist der Kern einmal faul, bringt auch eine lebendige Kruste nichts. Überträgt man diese Metapher, bedeutet dies nichts anderes als: Leerstand im Ortskern wirkt sich auch negativ auf das Umland aus. Deshalb gilt es, an dieser Stelle anzusetzen. Doch so notwendig wie Innenentwicklung ist, so mühselig ist sie auch. Erfolge zeigen sich laut Prof. Ziegler oft nur in kleinen Raten. Und: ohne die Eigentümer läuft nichts. Der Professor rät deshalb, ständig auf die Leerstandsbesitzer zuzugehen.

Nur Theorie? Nein, denn diese Vorgehensweise setzt so mancher in der Praxis bereits um. Bestes Beispiel: Bürgermeister Hubert Endres. Durch aktives Leerstandsmanagement schaffte er es, die schrumpfende Einwohnerzahl in seiner kleinen Gemeinde Bundorf (Landkreis Haßberge) in Wachstum umzuwandeln. Und das obwohl Bundorf laut dem Bürgermeister selbst „am Ende der Welt“ liegt. Wie kam es nun dazu, dass die Leerstände im Zeitraum von 2008 bis 2016 um 76 % reduziert werden konnten und sich Bundorf damit an Bayerns Spitze der Leerstandsbeseitigung katapultierte? Anreize gab und gibt es zum einen durch ein kommunales Förderprogramm. Doch was vielleicht noch ausschlaggebender ist: Endres machte die Innenentwicklung zur Chefsache! Er selbst legt Listen mit leerstehenden Gebäuden in Geschäften aus, durchforstet Wohngesuche im Umkreis und lässt diese möglichen Interessenten zukommen. Auch geht er gezielt auf Eigentümer zu und versucht diese zum Verkauf zu bewegen. Mit allen Mitteln der Kommunalpolitik. „Was kümmert einen auswärtigen Eigentümer ein Leerstand in Bundorf?“, stellt sich Endres die Frage. Leerstand müsse deshalb wehtun, vor allem finanziell. Winterdienst, Straße kehren – dafür müsse auch ein Leerstandseigentümer sorgen. Tut er das nicht, wird vom Rathaus schon einmal eine Abmahnung verschickt.

Ist ein Eigentümer verkaufsbereit, scheut Endres nicht, den Wert des Gebäudes aufzuzeigen. Viele Hausbesitzer hätten überzogene Preisvorstellungen. Doch ein günstiger Preis sei das KO-Kriterium schlechthin, womit der ländliche Raum die Großstadt ausstechen könne. Und dass es Interessenten gibt, zeigt das Beispiel aus Bundorf. Endres hat es sogar geschafft, eine Familie aus Griechenland in seine Gemeinde zu holen.

Einfach sei es jedoch nicht: in 100 Fällen habe man vielleicht zweimal Erfolg. Trotzdem ermutigte er die Teilnehmer der Infoveranstaltung, den Weg „Innen vor Außen" einzuschlagen.

Dass man in Rannungen bereits diese Schiene fährt, zeigt sich am Arbeitskreis Innenentwicklung. Die engagierte Truppe um Harald Klopf war es auch, die zu der Veranstaltung anregte. Mit Hilfe des Projektmanagements "Mitten im Ort" kam es schließlich zur Umsetzung. 45 Teilnehmer lockte die Veranstaltung letztlich an – eine ordentliche Bilanz für eine kleine Gemeinde wie Rannungen und ein gutes Zeichen dafür, dass Innenentwicklung bewegt!

 

Prof. Ziegler Vortrag Rannungen

Prof. Ziegler bei seinem Vortrag in Rannungen (Foto: Dorothee Schmitt).

 

03.03.2016: Abenteuer Altbausanierung

Bauherren berichteten bei der Vortragsreihe „Mitten im Ort- mitten im Gespräch“

 

„Jeder Altbau ist ein Unikat mit einem gewissen Flair, da viele Generationen darin gelebt haben. Eben ein ganz besonderer Wohncharakter“, schwärmte Sabrina Hepp bei der Vortragsreihe „Mitten im Ort – mitten im Gespräch“. Sie spricht aus Erfahrung. Denn die Familie Hepp hat ein rund 400 Jahre altes Bauernhaus saniert – mitten im Ortskern von Hassenbach. Das Projekt ist mittlerweile erfolgreich fertiggestellt. So erfolgreich, dass der Bezirk Unterfranken die Familie 2015 mit dem Förderpreis zur Erhaltung historischer Bausubstanz auszeichnete. Klar, dass dahinter sehr viel Arbeit steckt. Mit Überraschungen sei bei der Altbausanierung immer zu rechnen, man wisse ja nicht, was unter den Mauern so alles schlummert, so Hepp. Im Rückblick auf ihr Projekt gab die junge Frau ihre Erfahrungen an das Publikum des Infoabends weiter. Rund 35 Zuhörer waren am 03.03.2016 in die Hammelburger Markthalle gekommen, um sich gemäß dem Motto „Bauherrenberichte“ quasi Tipps aus erster Hand zu holen. Anhand vieler Vorher-Nachher-Bilder zeigte Sabrina Hepp, was das Paar – mit tatkräftiger Unterstützung von Familie und Freunden – aus dem Haus herausholen konnte. Wichtig war den Hepps vor allem, das Alte mit modernen Elementen zu kombinieren. Es sollte eben kein „Oma-Haus“ werden. Kontraste wurden zum Beispiel mit einem modernen Wintergarten gesetzt. Dass das Haus unter Denkmalschutz steht, war dabei kein Problem. Überhaupt lobte die Bauherrin die gute Unterstützung seitens der Förderstellen. Und Förderprogramme haben die Hepps so einige in Anspruch genommen. Ihr Tipp, um einfacher in solche Programme zu kommen: einen Architekten zur Beratung beiziehen. Wichtig sei es außerdem, Netzwerke zu spannen. So wie an diesem Abend, der nicht zuletzt dazu gedacht war, Altbauinteressierte zusammenzubringen.

 

Mitten im Ort_mitten im Gespräch Hammelburg

 

Auch die Familie Sitzmann kennen die Hepps schon. Im Gegensatz zur Hassenbacher Familie stecken die Hammelburger gerade noch in der Sanierung ihres Wohnhauses. Dieses steht mitten in Pfaffenhausen und weist das stolze Baujahr 1801/02 auf. Damit ist es mit Abstand das älteste in dem kleinen Stadtteil. Als ihr Mann das Haus erbte, hat Claudia Sitzmann ihr Herz verloren. Für sie stand sofort fest: hier will ich einmal wohnen. Besonders wichtig war ihr dabei, ein altes Stück Pfaffenhausen zu erhalten. Als sie von ihren bisherigen Erfahrungen berichtete, betonte sie, in keinem Museum wohnen zu wollen, sondern in einem bewohnbaren Bauernhaus. Dabei möchte die Familie so viel Altes erhalten wie möglich. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Fenster: in der Front wurden die alten Kastenfenster bewahrt, an den Seiten sind ganz normale Fenster, nur eben an den Stil angepasst.

Gerade eben wurde die Außendämmung angebracht. Doch vor den Sitzmanns liegt noch ein langer Weg. „Die Samstage sind Spielplätze am Haus“, schmunzelt die Bauherrin. Das konnte auch Sabrina Hepp bestätigen. Altbausanierung sei auch ein Stück weit Hobby. Doch das Durchhalten lohnt sich. Dazu animierten die beiden Referentinnen die Zuhörer der Vortragsreihe. Diese waren am Ende des Abends mit wertvollen Tipps für ihr eigenes Unterfangen ausgestattet. So könnte vielleicht in Zukunft bald der nächste Leerstand wieder mit Leben gefüllt werden.

 

23.02.2016: Von Sanierungsmythen und intelligenten Fenstergriffen

Andreas Halboth informierte über Energieeffizienz für Altbauten

 

Er wolle mit Wirtschaftsparolen aufräumen, erklärte Andreas Halboth gleich zu Beginn seines Vortrages der geselligen Runde, die sich am Dienstag, 23.02.2016 im Festsaal des Gasthofes Zum Bären in Münnerstadt zusammengefunden hatte. Genauer gesagt war es das Ziel des Architekten, an diesem Abend Sanierungsmythen aus der Welt zu schaffen. Und darüber zu informieren, wie auch Altbauten energieeffizient auf Vordermann gebracht werden können. Energetische Sanierung mit Augenmaß lautete dabei das Motto. In seinem ausführlichen Vortrag ging Halboth ein Gebäude vom Keller bis zum Dachgeschoss durch und zeigte den Zuhörern, welche Sanierungsmaßnahmen getroffen werden können, um Energieeinsparungen zu erzielen. Ein Schmunzeln rief dabei der elektrische Fenstergriff hervor, der an das so wichtige Lüften erinnert und gegebenenfalls notorische „Nicht-Lüfter“ enttarnt. „Genau das Richtige für meinen Mann“, war eine Zuhörerin begeistert.

Und da das liebe Geld keine zu vernachlässigende Rolle spielt, ging der Energieexperte auch auf Fördermöglichkeiten ein. Ob Programme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), der Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) oder kommunale Förderprogramme – die finanzielle Unterstützung für Energieeinsparungsmaßnahmen ist so vielfältig wie die Projekte selbst. Deshalb sei es auch so wichtig, für jedes Projekt einen individuellen „Sanierungsfahrplan“ zu erstellen, so Halboth.

Seinen Vortrag rundete eine Bilderserie von umgesetzten Projekten ab. Darunter war auch der Veranstaltungsort des Abends, der Gasthof Zum Bären. Was sich dort alles geändert hat, konnten die Besucher mit eigenen Augen sehen und staunten nicht schlecht.

Auch für ihre eigenen Projekte nahmen die zahlreichen Besucher Anregungen mit. Aber nicht nur  Sanierungswillige waren gekommen: Von jungen Familien bis zum Rentner, vom Handwerker über private Bauinteressenten bis zu Vertretern der Politik reichte die Bandbreite der rund 50 Zuhörer.

 

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